Moose-Creek Trestle 

Diese Holzbrücke nach dem Vorbild einer Trestle der ehemaligen SD&AE ( San Diego & Arizona Eastern Railroad ) über die Carriso Gorge in California habe ich auf der Ostseite unseres Hauses gebaut. Sie ist ca. 5.50 m lang und in der Mitte durch die Deck-Truss unterbrochen. Unter der Deck-Truss fliesst eben der "Moose Creek". Dreiviertel der Brücke sind im Bogen ( Radius 2.00 m ). Die gesamte Konstruktion ist aus Lärchenholz, verklebt mit Spezialkleber aus dem Wagonbau und zusätzlich verschraubt. Die Schienen sind mit Schienennägel auf die Schwellen genagelt.

Original-Trestles, welche noch täglich von Güterzügen befahren werden, findet man nur noch an wenigen Orten in Amerika. Die berühmteste Strecke ist sicher im Lapwai-Canyon der Camas Prairie Railroad in Idaho. ( Siehe "Super Link" am Ende der Home-Page ). Speziell berühmt wurde diese Bahnstrecke mit den Trestles durch den Film "Nevada Pass" mit Charles Bronson!

Einige tech. Daten meiner Modell-Trestle: Länge: 5.50 m, max. Höhe 1.10 m, Schwellenbreite: 9 cm. Schwellenhöhe über Meer: 1'492 m       


30.07.2006: Die Trestle ist nach der Winterpause, während der sie im Schopf eingelagert war, wieder aufgebaut.                        Das erneute Montieren hat doch einige Schwierigkeiten bereitet, da sich über den Winter zB. die Fundamente verschoben haben. ( Hang abwärts. ) Inzwischen haben sich jedoch die Probleme gelöst und die Trestle lässt sich innert zwei bis drei Stunden aufbauen. ( Frühjahr 2008 )


03.09.2006: Die Dash-9 fährt zum ersten Mal durchgehend über die Trestle!


Nachfolgend chronologische Reihenfolge von Bildern des Baufortschrittes 2005

"Spatenstich" im Juni 2005. Festlegen der Höhe, Steigung und des Radius der Trestle

Schottern des Gleisbettes mit speziellem Kies aus einer Kiesgrube in der Nähe. Dieser Kies eignet sich hervorragend für Gleisschotter, da er aufgrund des hohen Schieferanteils zusammen mit Feuchtigkeit hart wie Beton wird! Bulkhead = Anfangsstützmauer der Trestle als Abschluss gegen das Gleisbett.

Element 1 im Rohbau

Die Stützen werden auf dem Arbeitstisch ( Benchwork ) vorgefertigt. Eine genaue Lehre dafür ist unerlässlich!

Das fertige Element Eins. Die Schienen werden mit Schienennägel auf die Schwellen genagelt. Das witterungsfeste Lärchenholz fasert und spaltet nicht. Es ist hart, lässt sich aber trotzdem gut bearbeiten. Die Schienennägel sind übrigens erhältlich bei: www.oldpullman.ch

Element 2. Das Gelände fällt nun immer stärker ab bis zum "Moose-Creek". Es braucht laufend Nachschub von Lärchenholz!

Seitenansicht. Aufgrund der Topographie sind spezielle Aufnahmen möglich!

Detail: das Wasserfass! Die Dampflok's mit dem Funkenwurf waren der Feind aller Holzbrücken. Daher wurde meist auf den Trestles ab und zu ein Wasserfass platziert. Man kann sich vorstellen wie eine Löschaktion ablief . . . bremsen, abspringen, löschen!

Längsansicht. Man beachte die zusätzlichen Spurschienen.

Bei schlechtem Wetter empfiehlt sich das Bauen der Deck-Truss-Bridge für die Querung des Moose-Creek

August 2005: auch das umfangreichste Element drei ist fertig. Die höchste Stütze ist ca. 1.10 Meter hoch.

Man hört es schon rumpeln . . . Irgendwann wird minutenlang ein Kohlenzug über die Trestle fahren!

Deck-Truss-Bridge. Die Brücke ist aufgrund der Konstruktion mit den Spanndrähten äusserst stabil. Man könnte wahrscheinlich drüber laufen.

Für diese 70 cm lange Deck-Truss-Bridge habe ich eine Baulehre konstruiert. Somit kann ich solche Brücken zukünftig mit weniger Aufwand erstellen. Interessenten senden mir ein E-Mail: info@gartenbahn-moosecreek.com

10. September 2005, Abends: der letzte Schienennagel am Ende der Truss ist eingeschlagen. Probefahrt der EMD GP 38-2!


Mai 2008   /  the mountaineer

   
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